Eine Woche lang konnten sich Teilnehmende
einer berufsvorbereitenden Maßnahme der VHS Bremerhaven mit dem Thema "Ausbildungs-
und Berufssituation Jugendlicher in Deutschland und Ländern
Afrikas (Burkino Faso und Nigeria) auseinandersetzen. Angeleitet
wurde dies
Projekt durch eine Fachfrau, die sich selbst einige Jahre in Nigeria
aufgehalten hat.
Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde die Gelegenheit gegeben,
sich mit anderen Lebensformen und –welten in zwei ausgewählten
afrikanischen Ländern auseinanderzusetzen, um auch aus der Kenntnis
der Lebensumstände und -bedingungen Interesse, Verständnis
und Toleranz zu entwickeln zu können. So wurde am Anfang der Woche
besonderes Gewicht darauf gelegt, die gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren
für Bildung und Ausbildung zu erarbeiten (Stichwort: Themenbereiche:
Familie, Gesundheit, Arbeit, Bildung, Freizeit, Umwelt). Mit diesem "Handwerkszeug" wurde
es den Teilnehmenden ermöglicht, sich das breite Spektrum des
Themas der Projektwoche zu verdeutlichen (keine monokausalen Herangehensweise,
keine "einfachen" Lösungswege). Auf der anderen Seite
wurde Wert darauf gelegt, die eigene Rolle in dem Beziehungsgeflecht
der Entwicklungs(zusammen)arbeit zu verorten. Mit der Fragestellung "Was
kann ich tun?" wurden z. B. Anregungen zu einem bewussten Kaufverhalten
gegeben (Stichworte hier: Fair Trade, ökologische Aspekte, Nachhaltigkeit).
Produkt dieser Woche war eine Ausstellung. Auf etlichen Ausstellungstafeln
wurden im Vorraum der Aula der VHS die Probleme und Hintergründe
zu dem Thema dargestellt.
Möglich wurde diese Projektarbeit, da das Institut für
Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes
e. V. mit Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung dies finanziell unterstützte.
Elke Roskosch-Buntemeyer
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| Projekt „Entwicklungspolitische Bildung für
Jugendliche“
Kurzbericht
zur entwicklungspolitischen Maßnahme
Titel: Ausbildungs- und Berufssituation Jugendlicher in Deutschland
und Ländern Afrikas (Burkina Faso und Nigeria)
Datum: Montag, 15. November bis Freitag, 19. November (Projektwoche)
bzw. Montag 22. November (Ausstellungseröffnung)
Art der Maßnahme: . Projektwoche im Rahmen einer berufsvorbereitenden
Bildungsmaßnahme an der VHS Bremerhaven– Erarbeitung
einer Ausstellung
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre einer
berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme
Entwicklungspolitische Ziele: Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen
wurde die Gelegenheit gegeben, sich mit anderen Lebensformen und –welten
in zwei ausgewählten afrikanischen Ländern auseinanderzusetzen,
um auch aus der Kenntnis der Lebensumstände und -bedingungen
Interesse, Verständnis und Toleranz zu entwickeln zu können.
So wurde am Anfang der Woche besonderes Gewicht darauf gelegt, die
gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren für Bildung und Ausbildung
zu erarbeiten (Stichwort: Themenbereiche: Familie, Gesundheit, Arbeit,
Bildung, Freizeit, Umwelt ). Mit diesem „Handwerkszeug“ wurde
es den Teilnehmenden ermöglicht, sich das breite Spektrum des
Themas der Projektwoche zu verdeutlichen (keine monokausalen Herangehensweise,
keine „einfachen“ Lösungswege). Auf der anderen
Seite wurde Wert darauf gelegt, die eigene Rolle in dem Beziehungsgeflecht
der Entwicklungs(zusammen)arbeit zu verorten. Mit der Fragestellung „Was
kann ich tun?“ wurden z. B. Anregungen zu einem bewussten Kaufverhalten
gegeben (Stichworte hier: Fair Trade, ökologische Aspekte, Nachhaltigkeit).
Durchgeführte Aktivitäten: Das Ziel war, Ausstellungstafeln
zu erstellen, um die Probleme und Hintergründe des Themas darzustellen.
Die Fertigstellung der Texte und die Gestaltung der Tafeln erfolgte
am Donnerstag und Freitag, der Aufbau am darauffolgenden Montag .
In der Erarbeitungsphase am Wochenbeginn wurden z. B. Übersichten
zur Themenerfassung erstellt, ein Fragebogen erarbeitet (Fragen an
einen Afrikaner) sowie eine Exkursion zum Überseemuseum in Bremen
durchgeführt. Unter kompetenter Führung wurde hier erfahrbar,
was Lebensumstände in Afrika ausmachen .
Methoden: Um die Ideensammlung zu unterstützen sowie das vorhandene
Wissen, die
Ansichten, Meinungen der Teilnehmenden zu sammeln, wurde durchgängig
die Metaplanmethode angewendet (Fragestellungen, z. B. Was stellen
Sie sich zu Afrika vor? , Was wollen Sie wissen zur Lebens- und Berufssituation
Jugendlicher/junger Erwachsener in Burkina Faso und Nigeria?). – Die
Stichworte wurden des öfteren in Assoziogrammen zusammengetragen
(siehe Bilder auf der CD). Bei umfassenderen Themen (z. B. Entwicklungspolitik)
hielt die jeweilige DozentIn (Impuls)referate.. Zur Förderung
der selbstverantwortlichen und selbstständigen Arbeit der Teilnehmenden
und zur Forcierung der Gruppenarbeit wurden insbesondere die Themen
der Plakate in Arbeitsgruppen erarbeitet (mit Unterstützung
und Anleitung des pädagogischen Personals) .
Ergebnisse und Bewertung der Maßnahme: Vielfältigkeit,
Methodenwechsel, die persönlichen Erfahrungen aus einem vierjährigen
Afrika-Aufenthalt der hauptverantwortlichen Fachkraft (Frau Blohm)
waren wesentliche Garanten dafür, dass die Teilnehmenden konzentriert
und kontinuierlich mitarbeiteten. Die Erfahrungen von Frau Blohm,
ihre bestehenden Kontakte zu den beiden Ländern - Burkina Faso
und Nigeria - bzw. zu einem Afrikaner, der bereit war, die Fragen
der Teilnehmenden zu beantworten, zeigte die hohe Fachkompetenz der
verantwortlichen Dozentin und half, die Teilnehmenden immer wieder
zu motivieren. Die Darstellungsformen der Inhalte, die Produktorientierung
(Ausstellung) sowie die Dauer der Veranstaltung boten den Teilnehmenden
die Möglichkeit, sich intensiv mit einer anderen Problematik
außerhalb ihrer sonstigen Erfahrungswelt auseinanderzusetzen.
Insgesamt kann die Projektwoche als zielgruppengerecht eingestuft
werden.
Raum für Anmerkungen, Vorschläge etc.: Für die Zielgruppe
von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zumeist von ihrer Vorbildung
her über Hauptschulabschlüsse oder z.T. über Hauptschulabgänge
verfügen, ist es schwer und ungewohnt, sich mit allgemeinen
Themen, wie z. B. Entwicklungspolitik oder Globalisierung und ihren
Folgen auseinanderzusetzen. Hier konnten im Projekt nur in kürzeren
Sequenzen solche übergreifenden Themen behandelt werden, deren
Wiederholung durch unterschiedliche Blickwechsel jedoch für
Vertiefung des abstrakten Lehrstoffes sorgte. Konkreteres, wie zum
Beispiel die Mitmachmöglichkeiten im Überseemuseum oder
die Auseinandersetzung mit dem Alltagsleben in den ausgewählten
afrikanischen Staaten schaffte einen wesentlich schnelleren Zugang
zu den Teilnehmenden („konkrete Inhalte zum Anfassen“). – Wichtig
war auch, dass die Teilnehmenden sich freiwillig zu der Projektwoche
melden konnten: Das Themengebiet und gesamte Vorhaben wurde einem
Kreis von Teilnehmenden am 09.11. vorgestellt, danach konnten sie
sich entscheiden (14 Teilnehmende stimmten zu).
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