MAKE LOVE - NOT AIDS
Stop AIDS - keep the promise !

HIV/AIDS ist in vielen Ländern der Erde mit eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme geworden.

Vom 13. bis 3o. Oktober 2005 macht sich eine 6-köpfige Gruppe aus Bremerhaven/Bremen unter dem Dach der Fishtown-Falken auf den Weg nach Kapstadt/Südafrika, um mit gleichaltrigen Jugendlichen der von der sozialmedizinischen Hilfsorganisation "medico international" geförderten "Children`s Recource Centre" traditionelle afrikanische und zeitgenössische Tänze und Musiken mit vielen Botschaften zu verknüpfen, um diese an den Schulen der Townships Kapstadts wie Kayhalitsha und Mitchells Plain zur AIDS-Prävention aufzuführen.

Durch eine großzügige Förderung der swb-Bildungsinitiative kann der Kurs WORLD AFFAIRS der Kaufmännischen Lehranstalten Bremerhaven diese Aktion vor- und nachbereiten! Wir danken der swb-Bildungsinitiative an dieser Stelle ausdrücklich dafür, dass sie eine solche Gesundheits-Bildungsoffensive für beide Kontinente ermöglichen hilft und damit einen Beitrag zur Schaffung von globalem Bewusstsein leistet.

Südafrika hat eine der höchsten HIV-Infektionsraten der Welt. 5 Millionen Menschen sind infiziert, in einigen Teilen des Landes sind 20 – 30 % der jungen Erwachsenen betroffen. Ohne Behandlung werden die meisten von ihnen innerhalb einiger Jahre nach der Infektion sterben, und die Zahl der zurückbleibenden Waisenkinder wird im Jahr 2010 bei unverändertem Verlauf auf 2 Millionen ansteigen. Mehr als 13o.ooo Neugeborene infizieren sich pro Jahr bereits bei der Geburt mit dem Virus.

Armut trägt zu dieser Situation bei: sie befördert Formen der Wanderarbeit, die traditionelle Lebensweisen und Familienbande schwächen und die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten und HIV/Aids fördern, zwingt Frauen frühzeitig in Ehen oder in Beziehungen mit mehreren männlichen „Familien-Versorgern“ , in denen sie wenig Möglichkeiten haben, sich selbst zu schützen und fördert Gewaltverhältnisse auch zwischen den Geschlechtern, was die hohen Vergewaltigungsraten erklärt, die ein zusätzlicher Motor der HIV Infektionen in Südafrika sind.

Aids wirft ein Licht auf die Folgen sozialer Missstände und der Ungleichheit der Chancen der Menschen in unserer gemeinsamen Welt. In den ärmsten Ländern sind die staatlichen Ausgaben für Gesundheit auf ein Minimum von weniger als 5-10 Euro pro Person und Jahr gesunken (zum Vergleich werden in Deutschland knapp 3000 Euro pro Person und Jahr im Gesundheitswesen ausgegeben). Dies hat zur Folge, dass auch mit den neuen Zusatzfonds für HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose (Global Health Funds) und anderen internationalen Programmen nur 8% der Menschen mit AIDS in Afrika, die eine Behandlung brauchen, diese auch bekommen. Auch in einem Land mit mittlerem Einkommen wie Südafrika hatten lange Zeit Rüstungsprogramme wie die deutsch-südafrikanischen Waffengeschäfte weiter Vorrang vor Behandlungsprogrammen.

Die Bremerhavener Gruppe möchte mit ihrer Aktion deutlich machen, dass ein Teil der Welt ohne den anderen Teil nicht überleben kann. Zusammen mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven wird die Gruppe nach der Rückkehr aus Südafrika die dort gemachten Erfahrungen mit der Notwendigkeit der Verstärkung der Aids-Prävention auch für Bremerhavener SchülerInnen am Mittwoch, dem 7. Dez.o5, in der Aula der VHS Brhv. in einer Großveranstaltung präsentieren.

Dabei ist die weltverbindene Zusammenarbeit von großer Bedeutung, weil sie in beiden Städten für eine erhöhte Aufmerksamkeit besonders bei den Jugendlichen sorgen wird.

Wir danken der swb-Bildungsinitiative, medico international, dem Bundesministerium für Familien, Jugend, Frauen und Senioren (KJP-Mittel), dem Amt für Jugend und Familie Bremerhaven und dem Senator für Arbeit, Frauen, Jugend und Soziales in Bremen für die Unterstützung dieser Anti-AIDS-Prävention. Alle Kapstadt-Reisenden haben für dieses Anliegen gearbeitet, und tragen durch einen hohen Eigenbeitrag von 5oo,- Euro pro Person zusätzlich zu ihrem Engagement auch materiell zur Realisierung dieses Projektes bei.

Wir freuen uns über die lokal solidarische Kooperation zwischen den Azubis des Kurses WORLD AFFAIRS der KLA, den Fishtown Falken und dem Gesundheitsamt Bremerhaven und global mit den "Children`s Recource Centre", BAOBABCONNECTIONS und der Windsor High School in Cape Town. Die Tänzer und Musiker der EACH ONE TEACH ONE Crew werden auf Einladung von Shamiel X Adams und BAOBAB auch in Kapstadt auf der Bühne stehen.

MAKE LOVE - NOT AIDS
"Gemeinsam gegen AIDS - Wir übernehmen Verantwortung"
World Affairs der Kaufmännischen Lehranstalten Bremerhaven
Anne Schmeckies & Co.
FISHTOWN FALKEN Bremerhaven